Das Wichtigste in Kürze
In Claude stecken inzwischen ein Gedächtnis, das du selbst einsehen und ändern kannst, Projekte für zusammengehörige Arbeit, Skills als feste Arbeitsanleitungen, Verbindungen zu Programmen wie Google Drive oder Slack, Claude Design für Präsentationen und Grafiken, seit dem 16. September 2026 Claude Docs und Claude Slides, ein eigener Browser, die Chrome-Erweiterung und für Bauprojekte Claude Code. Seit dem 16. September 2026 laufen Chat und Cowork in einer einzigen App zusammen. Anfangen solltest du mit Gedächtnis, Projekten und einem ersten Skill, weil die dafür sorgen, dass Claude dich kennt.
Ich arbeite jeden Tag mit Claude, und trotzdem hab ich mich diesen Sommer mehr als einmal selbst gefragt: Was steckt da eigentlich inzwischen alles drin? Und was davon brauchst du wirklich?
Und wenn ich mir das frage, fragen sich das meine Kundinnen erst recht. Die haben ja nicht den ganzen Tag Zeit, Ankündigungen zu lesen.
Claude ist in diesem Jahr nämlich so ein Küchenschrank geworden, in dem hinten Sachen stehen, von denen du gar nicht wusstest, dass du sie hast. Also räumen wir den einmal aus.
Was hat sich im September 2026 geändert?
Die größte Änderung zuerst, weil sie alles andere einfacher macht.
Seit dem 16. September 2026 sind Chat und Cowork eine einzige Claude-App. Bis dahin musstest du dich erst entscheiden: Stelle ich eine schnelle Frage im Chat, oder gebe ich eine richtige Aufgabe in Cowork ab? Diese Entscheidung fällt jetzt weg. Du fängst einfach an, und Claude merkt selbst, was die Aufgabe braucht.
Größere Aufgaben laufen dabei weiter, auch wenn du den Laptop zuklappst. Die werden auf den Rechnern von Anthropic erledigt, und du kannst vom Handy aus nachsehen, wie weit es ist. Alles, was direkt auf deinem Computer passiert, also Dateien öffnen oder im Browser klicken, braucht die Claude-App offen.
Die Umstellung kommt nach und nach, zuerst bei Pro und Max, danach bei Team und Free. Du musst nichts einschalten.
Wie sich das von Claude Code und den ChatGPT-Gegenstücken unterscheidet, steht im Guide Claude Code, Cowork, Codex, ChatGPT Work.
Die Teile, die dafür sorgen, dass Claude dich kennt
Das sind die unscheinbarsten Fächer im Schrank. Und genau die machen den größten Unterschied.
Das Gedächtnis
Claude merkt sich, was es über dich und deine Arbeit erfährt. Seit dem 25. August 2026 ist dieses Gedächtnis überall dasselbe, im Chat genauso wie bei längeren Aufgaben.
Das Schöne daran: Du kannst dir nach Themen sortiert ansehen, was drinsteht, und jede Zeile ändern oder löschen. Sensible Sachen wie Gesundheit oder Überzeugungen speichert Claude standardmäßig gar nicht. Wenn du genau die nicht jedes Mal neu erklären willst, kannst du das in den Einstellungen einschalten.
Die Projekte
Ein Projekt ist einfach ein Ordner für zusammengehörige Arbeit. Du legst da Dateien, Anweisungen und Hintergrundwissen rein, zum Beispiel alles rund um ein Angebot, und jedes Gespräch in diesem Projekt fängt nicht bei null an.
Die Skills
Ein Skill ist eine feste Arbeitsanleitung. Du bringst Claude einmal bei, wie du eine Sache gemacht haben willst, und es hält sich jedes Mal daran, wenn die Aufgabe auftaucht. Egal, in welchem Gespräch.
Das ist für mich das wichtigste Teil im ganzen Schrank. Meine Newsletter, meine Carousels, meine Nachbereitung von Kundengesprächen laufen genau so. Mehrere Skills zusammen, plus Verbindungen und Befehle, heißen bei Claude übrigens Plugin.
Die Verbindungen
Claude kann an deine anderen Programme angeschlossen werden, zum Beispiel Google Drive, Slack oder Microsoft 365. Dann musst du Dateien nicht mehr hin und her kopieren, weil Claude selbst reinschauen kann.
Die Teile, die dir etwas Fertiges hinlegen
Claude Docs und Claude Slides
Beide sind am 16. September 2026 dazugekommen. Du bittest um ein Dokument, und ihr schreibt es gemeinsam. Du bittest um eine Präsentation, und Claude entwirft die Folien, die du dann direkt bearbeiten, vorführen und als PowerPoint oder PDF exportieren kannst.
Beides ist in den Bezahl-Abos als Testversion verfügbar.
Claude Design
Claude Design gibt es seit dem 17. April 2026, und seit dem 16. September kannst du es direkt aus dem Gespräch heraus nutzen.
Du beschreibst, was du brauchst, und Claude baut einen ersten Entwurf. Das kann eine Präsentation sein, ein Onepager, eine Landingpage oder Grafiken für Social Media. Den Entwurf verfeinerst du im Gespräch, mit Kommentaren oder direkt mit der Maus. Und fertig exportierst du ihn nach Canva, als PDF, als PowerPoint oder als HTML-Datei.
Für alle, die bisher für jede Grafik eine halbe Stunde in Canva verbracht haben, ist das das Teil mit dem schnellsten Aha.
Die Teile, mit denen Claude im Netz arbeitet
Claude hat seit dem 26. August 2026 einen eigenen Browser. Der ist getrennt von deinem privaten Browser, und Claude kann damit Webseiten aufrufen und dort Aufgaben erledigen.
Und dann gibt es noch Claude in Chrome, eine Erweiterung für den Chrome-Browser, die seit dem 26. August 2026 offiziell freigegeben ist. Damit sitzt Claude direkt neben deinen offenen Tabs.
Beides ist praktisch und beides verdient einen kurzen Moment Nachdenken, bevor du Claude in deine Mails oder deine Kundenliste lässt. Was da wirklich passieren kann und wie du das absicherst, steht im Guide Darf die KI an meine Kundenliste?.
Und Claude Code?
Claude Code ist die Werkstatt. Damit baut Claude Programme, Webseiten und ganze Abläufe, die später von allein laufen. Es ist in allen bezahlten Abos enthalten und bleibt auch nach der Zusammenlegung ein eigener Bereich.
Ich arbeite damit jeden Tag, weil ich meine Werkzeuge selbst baue. Für Dokumente, Tabellen und Präsentationen brauchst du es nicht.
Welches Abo brauchst du?
Für den Anfang reicht Pro. Da sind Claude Code, Claude Design, Docs und Slides schon drin. Es kostet in den USA 20 Dollar im Monat, bei uns wird es in Euro abgerechnet.
Max lohnt sich erst, wenn du den ganzen Tag mit Claude arbeitest und ständig an die Nutzungsgrenze stößt. Es gibt Max mit dem Fünffachen und mit dem Zwanzigfachen der Nutzung von Pro.
Wo fängst du an?
Nicht bei den glänzenden Teilen. Die sind schön, aber sie sind die Kirsche.
Fang bei den unscheinbaren Fächern an: Gedächtnis, ein Projekt, ein erster Skill. Die sorgen dafür, dass Claude dich kennt, bevor es für dich Folien baut. Sonst kriegst du sehr schöne Präsentationen, die klingen wie von irgendwem.
Und wenn du einmal weißt, was in deinem Schrank steht, kaufst du auch kein zweites Programm mehr für etwas, das hinten schon die ganze Zeit rumstand.
Und das ist erst eine Aufgabe
Zu wissen, was dein Werkzeug kann, ist der Anfang. Die eigentliche Frage ist, was du damit abgibst.
Es gibt zwölf Bereiche, in denen bei fast jeder Solo-Unternehmerin dasselbe passiert. Die Arbeit hat eine Form, die sich jedes Mal wiederholt, und trotzdem machst du sie jedes Mal von Hand.
Welche zwölf das sind, hab ich aufgeschrieben.
Häufige Fragen
Was ist neu in Claude im September 2026?
Am 16. September 2026 sind Chat und Cowork zu einer App zusammengewachsen. Am selben Tag kamen Claude Docs und Claude Slides dazu, und Claude Design lässt sich jetzt direkt im Gespräch nutzen. Alle drei sind in den Bezahl-Abos als Testversion verfügbar. Die Umstellung kommt nach und nach, zuerst bei Pro und Max.
Was ist Claude Design?
Claude Design gibt es seit dem 17. April 2026. Du beschreibst, was du brauchst, zum Beispiel eine Präsentation, eine Landingpage oder Grafiken für Social Media, und Claude baut einen ersten Entwurf. Den verfeinerst du im Gespräch oder direkt mit der Maus. Exportieren kannst du nach Canva, als PDF, als PowerPoint oder als HTML-Datei.
Was merkt sich Claude über mich?
Seit dem 25. August 2026 ist das Gedächtnis überall dasselbe, im Chat genauso wie bei längeren Aufgaben. Du kannst dir nach Themen sortiert ansehen, was Claude weiß, und alles ändern oder löschen. Sensible Themen wie Gesundheit oder Überzeugungen speichert Claude standardmäßig nicht, außer du schaltest das ausdrücklich ein.
Welches Claude-Abo brauche ich?
Für den Anfang reicht Pro. Da sind Claude Code, Claude Design, Docs und Slides schon drin. Max lohnt sich erst, wenn du den ganzen Tag damit arbeitest und regelmäßig an die Nutzungsgrenze kommst, denn Max bietet das Fünf- oder Zwanzigfache der Nutzung von Pro.
Was ist der Unterschied zwischen einem Projekt und einem Skill?
Ein Projekt ist ein Ordner für zusammengehörige Arbeit, mit Dateien, Anweisungen und Hintergrundwissen, zum Beispiel alles zu einem Angebot. Ein Skill ist eine feste Arbeitsanleitung, die Claude immer dann befolgt, wenn die passende Aufgabe auftaucht, egal in welchem Gespräch.