Das Wichtigste in Kürze
Die stärksten Sätze für deine Verkaufstexte musst du nicht erfinden. Deine Kundinnen sagen sie dir ständig, in Calls, Mails, Sprachnachrichten und Kommentaren. Wenn du ihre Worte benutzt, erkennt sich die nächste Kundin darin wieder, und genau das verkauft. Das Mühsame daran war bisher das Heraussuchen. Das kann jetzt eine KI für dich übernehmen. Du gibst ihr deine Kundenstimmen, sie sortiert sie nach Schmerz, Wunsch, Einwand und Ergebnis und zieht die Originalsätze raus. Wichtig ist nur, dass sie die Worte nicht glatt poliert.
Eine Kundin hat mir mal auf die Frage, wie viele Stunden sie mit ihrem neuen KI-Team schon gespart hat, etwas geantwortet, womit ich nicht gerechnet hatte.
„Ach, das will ich gar nicht wissen. Das ist so bitter, dass ich das nicht schon vorher gemacht hab. Ich möchte das gar nicht ausrechnen.“
Ich hab den Satz sofort aufgeschrieben.
So einen Satz für meine Verkaufsseite hätte ich mir in zehn Jahren nicht ausgedacht.
Worum es in diesem Guide geht
Die besten Sätze für deine Verkaufstexte hast du schon. Du hast sie nur noch nicht aufgeschrieben.
Deine Kundinnen sagen sie dir ständig. Im Call, in der Mail, in der Sprachnachricht abends um zehn. Da erzählen sie dir in ihren eigenen Worten, was sie nervt, was sie sich wünschen, was sie vorm Kauf gezögert hat und was sich danach verändert hat.
Und genau diese Worte verkaufen besser als alles, was du dir am Schreibtisch ausdenkst. Die nächste Kundin liest den Satz und denkt: Das bin ja ich.
Das Aufwendige daran war bisher immer das Heraussuchen. Wer hört sich schon zwölf Call-Aufnahmen noch mal an, um drei gute Sätze zu finden?
Und das ist die Stelle, an der dir die KI heute richtig viel Arbeit abnimmt. Wie das geht, zeig ich dir weiter unten mit einem Prompt zum Kopieren. Vorher erklär ich dir aber kurz, warum diese Sätze so gut funktionieren.
Warum ihre Worte besser verkaufen als deine
Wenn wir über unser eigenes Angebot schreiben, schreiben wir wie Expertinnen. Wir sagen „Prozesse optimieren“ oder „Zeit für das Wesentliche“. Das stimmt ja auch alles.
Nur sagt das keine Kundin so.
Eine Kundin sagt: „Jetzt hast du schon wieder keinen angerufen.“ Oder so wie eine meiner Kundinnen, als ihr Zahlungsanbieter ihr eine Mail über eine neue Pflicht geschickt hat: „Was ist das für eine Scheiße, die mir in meinen schönen Vorgarten gesetzt wird?“
Merkst du den Unterschied? Beim ersten Satz nickst du höflich. Beim zweiten siehst du sofort die Frau vor dir, die am Laptop sitzt und die Augen verdreht.
Deine Leserin sucht beim Lesen nach sich selbst. Wenn sie ihre eigenen Worte findet, fühlt sie sich verstanden, und wer sich verstanden fühlt, liest weiter und kauft eher.
Und deshalb lohnt es sich, diese Sätze zu sammeln.
Wo die Sätze stecken
Eigentlich überall, wo deine Kundinnen reden oder schreiben. Die besten Fundstellen sind:
- Call-Aufnahmen und Transkripte, vor allem Erstgespräche und die ersten Termine
- Mails, besonders Rückfragen vor dem Kauf und Antworten auf deinen Newsletter
- Nachrichten und Sprachnachrichten
- Kundenstimmen und Feedback, auch die ungeschliffenen, die du nie veröffentlicht hast
- Fragebögen, die du vorm Start verschickst
- Kommentare unter deinen Posts
Und für jede dieser Quellen gilt dasselbe: Die Kundin sagt dir in ihren Worten, wo es drückt.
Du musst nur hinhören. Und das ist ehrlich gesagt der Teil, den keine von uns neben allem anderen auch noch schafft.
Hier kommt der Recherche-Agent ins Spiel
Ein Recherche-Agent ist erst mal nichts Kompliziertes. Stell dir eine Mitarbeiterin vor, der du einen Stapel Unterlagen auf den Tisch legst und sagst: Lies das alles durch und schreib mir die wichtigen Sätze raus.
Genau das macht die KI. Du gibst ihr deine Transkripte, Mails und Nachrichten, und sie liest sich durch, sortiert und legt dir am Ende eine fertige Liste hin.
Der Unterschied zum normalen Chat ist, dass du nicht Frage für Frage selbst weitermachen musst. Du gibst einmal den Auftrag und kriegst die ganze Auswertung zurück. Was genau einen Agenten von einem Assistenten unterscheidet, steht im Guide KI-Assistent oder KI-Agent?.
Bevor du loslegst, noch ein Schritt, den du nicht überspringen solltest: Nimm Namen, Mailadressen, Telefonnummern und alles Gesundheitliche raus, bevor die Texte in die KI gehen. Für die Auswertung braucht sie nur die Sätze.
Und dann kopierst du diesen Prompt, hängst deine Texte an und schickst ihn ab.
Der Kundinnen-Sätze-Prompt
Ich gebe dir gleich Texte von meinen Kundinnen: Transkripte von Gesprächen, Mails, Nachrichten und Feedback. Deine Aufgabe ist Recherche. Schreib noch keine Werbetexte. Lies alles durch und such die Sätze raus, in denen meine Kundinnen in eigenen Worten beschreiben: 1. was sie nervt oder belastet (Schmerz) 2. was sie sich wünschen, möglichst konkret und im Alltag (Wunsch) 3. was sie vorm Kauf zögern ließ oder woran sie gezweifelt haben (Einwand) 4. was sich nach der Zusammenarbeit verändert hat (Ergebnis) Wichtig: - Übernimm die Sätze wörtlich. Glätte nichts, korrigiere keine Umgangssprache, lass Schimpfwörter und Füllwörter drin. - Fasse nichts zusammen und erfinde nichts dazu. Wenn es zu einer Gruppe nichts gibt, schreib das. - Markiere Sätze, die mehrere Kundinnen ähnlich gesagt haben. Das sind die wichtigsten. - Lass Namen und alles weg, woran man eine Person erkennen könnte. Gib mir das Ergebnis als Tabelle mit den Spalten: Gruppe · Originalsatz · wie oft ähnlich gesagt · wofür er sich eignet (Einstieg für Post oder Reel, Mail-Anfang, Verkaufsseite, Einwand-Antwort). Danach nenn mir die 5 Sätze, die du für die stärksten hältst, und schreib zu jedem in einem Satz, warum. Hier sind die Texte: [TEXTE EINFÜGEN]
Was du zurückkriegst, ist deine eigene kleine Satz-Bank. Und die wird mit jedem Call voller.
Was du aus den Sätzen machst
Jetzt wird es richtig praktisch. Aus einem einzigen Originalsatz kriegst du oft gleich mehrere Texte.
Nehmen wir den Satz vom Anfang: „Das ist so bitter, dass ich das nicht schon vorher gemacht hab.“
- Als Einstieg in einen Post oder ein Reel: „Das ist so bitter, dass ich das nicht schon früher gemacht hab. Hat mir eine Kundin gesagt.“
- Als Mail-Anfang: Du erzählst die Szene, wie sie dir den Satz gesagt hat, und erst danach, worum es ging.
- Auf der Verkaufsseite: Da wird er zur Antwort auf den Einwand „Ich warte lieber noch, bis ich so weit bin“.
Und so geht das mit jedem Satz aus deiner Liste. Den Schmerz nimmst du für Einstiege, den Wunsch für das Bild, das du deiner Leserin malst, und die Einwände für die Stelle auf deiner Verkaufsseite, an der sie sonst aussteigen würde.
Das kannst du auch gleich die KI machen lassen. Hier ist der zweite Prompt, den du im selben Chat direkt hinterherschickst:
Aus Sätzen werden Texte
Nimm jetzt die 5 stärksten Sätze aus deiner Liste. Mach aus jedem Satz: - einen Einstieg für einen Post oder ein Reel (höchstens zwei Sätze) - einen Anfang für eine Mail (drei bis vier Sätze, fängt mit einer kleinen Szene an) - einen Absatz für meine Verkaufsseite, der den dazugehörigen Einwand oder Wunsch aufgreift Regeln: - Der Originalsatz meiner Kundin bleibt wörtlich drin. Du baust nur drumherum. - Schreib so, wie man redet. Keine Werbesprache, keine Ausrufezeichen-Ketten. - Nichts erfinden, was nicht in den Texten stand.
Lies dir die Vorschläge durch und nimm die, bei denen du beim Lesen selbst nickst. Den Rest streichst du, ohne schlechtes Gewissen.
Wenn der Agent das jede Woche allein macht
Bis hierhin gibst du der KI die Texte noch selbst. Das ist schon eine riesige Erleichterung.
Richtig entspannt wird es aber, wenn die KI selbst an deine Unterlagen darf. Dann kann sie das nach jedem Call oder einmal in der Woche von allein machen.
Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine Datei, die heißt „O-Töne aus Calls“. Nach einem Gespräch geht die KI das Transkript durch, zieht die Sätze raus und schreibt dazu, wofür man sie gebrauchen kann. Und wenn ich einen neuen Post oder eine Mail schreibe, schaue ich zuerst da rein.
Dafür braucht die KI Zugriff auf den Ordner, in dem deine Transkripte liegen. Wie du das einstellst, ohne dass sie an Sachen kommt, die sie nichts angehen, steht im Guide Darf die KI an meine Kundenliste?.
Der Haken: Die KI poliert gern
Und jetzt die eine Stelle, an der es fast alle falsch machen.
Eine KI will immer gut klingen. Wenn du ihr sagst „Such mir die wichtigen Aussagen raus“, fasst sie zusammen. Und aus „Das ist so bitter, dass ich das nicht schon vorher gemacht hab“ wird dann „Die Kundin bedauert, nicht früher gestartet zu sein“.
Inhaltlich stimmt das. Nur ist genau das weg, was den Satz so stark gemacht hat.
Deshalb steht im Prompt so deutlich drin, dass sie wörtlich übernehmen soll, auch mit Umgangssprache und Schimpfwörtern. Wenn ein Satz in der Liste klingt, als stünde er in einer Broschüre, hat die KI ihn umgeschrieben. Dann schick ihr einfach hinterher: „Gib mir den Satz bitte genau so, wie er im Text steht.“
Wenn du dir eine Sache merkst
Bevor du dich das nächste Mal hinsetzt und überlegst, wie du dein Angebot beschreibst, frag dich:
Wie hat meine Kundin das eigentlich gesagt?
Die Antwort steht meistens schon irgendwo in deinem Postfach. Und die KI hilft dir, sie wiederzufinden.
Und wenn du deiner KI gleich dein ganzes Business einmal richtig beibringen willst, dann ist das genau das, was wir im KI Business Backbone zusammen machen. Deine Angebote, deine Kundinnen, deine Art zu schreiben, alles an einem Ort. Dann fängt sie nicht jedes Mal wieder bei null an.



